Enfants, papillons und „rendîmes lame“
2 Streichquartette werden wieder gespielt in einem Abend von Koehne Quartett
in der Alten Schmiede um 19:00 Uhr Schönlaterngasse 9, 1010 Wien
KomponistIn, InterpretIn
AusbildnerIn, MusikpädagogIn
Biografie
Sylvie Lacroix wurde in Lyon geboren. Viele Jahre lebte sie als freischaffende Flötistin in Wien und trat vor allem als Solistin und Kammermusikerin auf. Ihr künstlerischer Schwerpunkt liegt im Bereich der Neuen Musik; in diesem Zusammenhang arbeitete sie regelmäßig mit Komponisten zusammen.
Nach Jahren der Erfahrung als Interpretin begann sie, an ihren eigenen Kompositionen zu arbeiten. Instrumentalwerke von solo bis Ensemble, einige mit Elektronik, sind entstanden. 2011 hat die Courante für Cembalo solo aus der Suite Les Poétesses in Amsterdam den Prix Annelie de Man bekommen. 2015 ging sie auf Tour mit ihrem Programm „Flute_extended“, das als CD beim Label ORF erschienen war. 2022 folgte ein Porträt-Konzert in der Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek.
Sylvie Lacroix ist Gründungsmitglied des „Klangforum Wien“ und war bis 1997 in diesem Ensemble aktiv. Ihr Repertoire umfasst neueste solistische Flötenliteratur von Salvatore Sciarrino bis K. K. Hübler, über Chaya Czernowin, Bernhard Lang und viele Komponisten jüngerer Generationen. Als Solistin oder Kammermusikerin gastierte sie bei Festivals wie Wien Modern, Darmstädter Ferienkurse, Donaufestival, Tage für neue Musik Zürich, Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik, Salt Music Victoria BC, Budapest Átlátszó Hang, Tzlil Meudcan Tel Aviv, Imago Dei Krems und Katarakt Hamburg.
2000 bis 2022 war sie Mitglied des Trio AMOS – mit Krassimir Sterev (Akkordeon) und Michael Moser (Violoncello) –, 2008 bis 2019 des Wiener Solistenensembles PHACE.
Neben ihrer Beschäftigung mit der Neuen Musik verfügt Sylvie Lacroix über langjährige Erfahrung in der historischen Aufführungspraxis. Sie war als Traversflötistin Mitglied oder Gast bei namhaften Ensembles mit historischem Instrumentarium.
Zwischen 1990 und 2006 war sie besonders in pädagogischen Projekten engagiert. Im Zuge dieser Arbeit gründete sie mit Elisabeth Monarth, Eva Landkammer und Christina Kraushofer-Neubauer den Sommerkurs „Musikpalette“: Kammermusik für Kinder und Jugendliche mit dem Schwerpunkt Neue Musik. Von 1999 bis 2019 unterrichtete sie an Wiener Musikschulen.
Live erleben
Wischen
06.12
2 Streichquartette werden wieder gespielt in einem Abend von Koehne Quartett
in der Alten Schmiede um 19:00 Uhr Schönlaterngasse 9, 1010 Wien
24.10
für Klarinette, Saxophone, Akkordeon, Streichtrio
Im Rahmen des Projektes „Hautnah“ spielt das Ensemble Reconsil
OFFTHEATER, um 19:30 Uhr Kirchengasse, 1070 Wien
27.09
für Streichquartett
Konzert um 19:30 Uhr, Ursulakapelle Krems mit dem Koehne Quartett, sowie Improvisation von KNUSP feat. GUT&BÖSZ
13.09
meinem Freund Berndt Thurner gewidmet
Amaama heißt „vorne“; es basiert auf einem Gedicht von Andrée Chédid, einer französischen Dichterin libanesischer Herkunft: Avec la mort devant – mit dem Tod vor uns.
20:00 Uhr im Echoraum Sechshauserstraße 66, 1150 Wien das Ensemble between feathers
Schaffen
Wischen
2022
über einen Text von André Laude
Text Semier Insayif, Vorwort zu Herzkranzverflechtungen
2021
dans le silence du confinement résonnent la quiétude et l’angoisse du monde / in der Stille des Lockdowns hallen der Frieden und die Ängste der Welt
2020
Aszese bedeutet Übung – in diesem Sinne ist dieses Stück geschrieben worden
2019
basiert auf dem Gedicht von John Donne: Death be not proud
für die Eröffnung des Webern-Weges in Mittersill
2018
Gedanken über Schostakowitschs Streichquartett Nr. 8
kurzer Kommentar über Schumanns Dichterliebe Nr. 7
für den Animationsfilm von Beatrix und Dietmar Hollenstein „la stanza“
2016
2 kleine Stücke für junge Musiker
2015
Texte von Andrée Chédid „Soleils transparents“ und Paul Verlaine „Soleils couchants“
Text von Lisa Ulrich (8 Jahre)
über Matisse’ Scherenschnitte „Nus Bleus“
Texte André Laude
Texte André Laude
2014
Herta Kräftner, Hohes Lied
Herta Kräftner, Hohes Lied
2013
CD „to catch a running poet“, eingespielt von Maja Mijatovic
ovo cutters
„sunday driver and the princess carriage“
2012
Ensemble Reconsil 2018
Ensemble Reconsil 2018
2011
Text von Daniil Charms, mit Videobegleitung – Videorealisation: Martina Funder
Zyklus für Kinder oder jugendliche Interpreten
2010
2008
2007
Texte von Ernst Herbeck
Ensemble Quintonic
2006
in Kooperation mit Florian Bogner und Alexander Stankovski
2005
2003
2002
2001
2000
Projekte
Wischen
1997
Epiphyt (1987/88) für Soloflöte und 22 Instrumente, 24'. Solistin Sylvie Lacroix · Klangforum Wien. Aufnahme SRF Zürcher Tage für Neue Musik 1997.
„Ein Epiphyt ist eine Pflanze, die aus einer anderen wächst. Der Begriff aus der Botanik kann als Metapher für das Ineinander von Solostimme und Ensemble verstanden werden.“ (Max Nyffeler)
2022
In der Reihe „Komponistinnen Portrait“ der Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek: Gris sur bleu I (2013), …dans le silence… (2022), Nu bleu (2015), C´est un ordre d´amour (2022) mit Kaoko Amano (Sopran), Eric Lamb (Flöten), Igor Gross (Percussion), Johanna Lacroix-Handschuh (Violine), umrahmt von einem Gespräch mit dem Musiksammlung-Direktor Dr. Benedikt Lodes.
Am 8. Mai 2022 fand im MUWA Graz das letzte Konzert von Trio Amos statt. Das Programm stellte Musik des 15. Jahrhunderts den Werken von Klaus Lang gegenüber; der Komponist spielte selbst am Harmonium mit. Ein Teil dieses Programms ist auf der CD-Produktion „Teheran Dust“ sowie im Ö1 Zeit-Ton vom 24. Juli 2022 nachzuhören.
2019
Uraufführung der Komposition „Illuminations“ von Tamara Friedl für Chor, Flöte, Violoncello und Percussion, im Rahmen des Festivals Imago Dei.
2018
Das Projekt „Rooms of Consciousness“ von Tanja Brüggemann und Sylvie Lacroix fand am 26. Jänner im Brick-5 statt. An diesem Abend wurden durch Kunsträume — Musik, Visuals, Architektur — Räume unseres Bewusstseins erkundet.
Visuals von Conny Zenk gestalteten virtuelle Räume in Form von bewegten Lichtspielen in Schwarz/Weiß auf die in den Raum gehängten durchsichtigen Stoffe und auf die Akteure. Die MusikerInnen — Tanja Brüggemann (präpariertes Klavier), Sylvie Lacroix (Flöte), Karlheinz Essl (elektronische Klänge), Johann Leutgeb (Stimme) — belebten ihre persönlichen musikalischen Räume und erweiterten diese durch körperliche Bewegung. Christina Bauer (Klangregie) sorgte für eine fein ausgewogene Verteilung der Klangereignisse.
Insgesamt entstand ein Kunstkörper, der sich durch feinsinnige Kommunikation entwickelte und bewegte; während der Aufführung kamen starke, poetische Momente der Katharsis auf. Der Erfolg dieses Experiments spricht für eine Fortsetzung.
2017
Stuart Saunders Smith (1948, USA) — „a liturgy of the hours“ (2012). Österreichische Erstaufführung am 19. September 2018 in der Konzilsgedächtnis-Kirche in Wien. Eine Stunde Musik für Flöte solo.
„my life a mere breath… the first is breath… the last is breath… …in between we continue, breath, in our moments, in this, our moment… while darkness is my companion, I work the earth of the heart.“
Stuart Saunders Smith (geb. 1948 in Portland, Maine) zählt zu den führenden Komponisten seiner Generation und ist ein Pionier der „confessional music“ — eines kompositorischen Ansatzes, der die persönlichsten Aspekte des eigenen Lebens offenlegt, im Glauben, dass das Besondere zum Allgemeinen spricht.
2015
… eine Sammlung von Werken für Flöte und Elektronik, die für Sylvie Lacroix geschrieben und in enger Zusammenarbeit mit den Komponisten entstanden sind.
2014
Minoriten Graz, 25. 5. 2014, mit Kaori Nishii (Klavier), Lukas Schiske (Percussion), Sylvie Lacroix (Flöten). Crippled Symmetry — ein 90-minütiges Werk für Flöten, Klavier, Celesta, Glockenspiel und Vibraphon.
In Feldmans Musik spielt die Stille eine zentrale Rolle — durch die gedämpfte Lautstärke und die Intervalle zwischen den Klängen. In Crippled Symmetry verwebt Feldman wiederkehrende Muster, so wie anatolische Nomaden ihre Teppiche knüpfen; von diesen Teppichen entlehnte er den Begriff der unvollkommenen, „verkrüppelten“ Symmetrie. Das Hören seines Werks ist eine seltsame, überwältigende Erfahrung — ein klingendes Pendant zu den pulsierenden Farbfeldern Mark Rothkos.
2004 / 2009
Ein gemeinschaftliches Kompositions-Projekt über Natur, Kunst und Künstlichkeit — mit burgenländischen Natur-Aufnahmen, Flötenklängen in- und outdoor und deren Verarbeitung im Studio — mit Alexander Stankovski, Sylvie Lacroix und Florian Bogner.
In den beiden Gemeinschaftsprojekten werden natürliche und künstlich erzeugte oder verformte Klänge durch eine Vielzahl von Perspektiven betrachtet; dem natürlichen und dem künstlich gestalteten Phänomen wird das gleiche Recht zugestanden. Man muss die Orte, an denen „Landschaft mit Flöte“ entstanden ist — Scheune, Wiese und Tonstudio — nicht kennen, um eine bestimmte Vorstellung von ihnen zu bekommen: ihre klingenden Eigenschaften sind in die Musik eingeflossen.
Weil die akustische Weltbeschreibung der Realität mitunter zum Verwechseln ähnelt, entsteht eine Zwischenwelt, in der sich nicht mehr sagen lässt, was natürlich und was künstlich ist: die Grenzen zwischen den scheinbar so klar getrennten Sphären beginnen zu verschwimmen. (Text: Daniel Ender)
1998
Private Aufnahme von Sylvie Lacroix.
Aufnahmen
Wischen
2022
Kammermusik (Klaus Lang) und Transkriptionen (Ockeghem, Pierre de la Rue)
2019
Deutscher Schallplattenpreis 2019 · neue Musik für Cembalo · Maja Mijatovic spielt Sylvie Lacroix’ „Courante“
2015
… eine Sammlung von Werken für Flöte und Elektronik, die für Sylvie Lacroix geschrieben und in enger Zusammenarbeit mit den Komponisten entstanden sind.
für Cembalo und Akkordeon, aus der Suite „les poétesses“ — erhältlich in der Sammlung der Ovocutters.
2010
Schrift 1, 2, 3 für Flöte solo, Violoncello solo, Akkordeon solo und das Trio DW3
Werke für Flöte solo von Chaya Czernowin, Klaus Hübler, Ming Wang sowie Fruits 1 und 2 für Flöte und Live-Elektronik, gemeinsame Komposition mit Florian Bogner.
2008
für Violoncello solo · Interpretin: Maria Frodl
2007
eine Zusammenarbeit mit dem Elektroakustiker Florian Bogner und dem Komponisten Alexander Stankovski.
Kontakt
Für Konzertanfragen, Aufträge und Kooperationen.
oder direkt schreiben an lacroix_flute@yahoo.de